FDP Eifelkreis Bitburg-Prüm
Grundsteuerbremse einführen – Aufkommensneutralität der Grundsteuer schaffen

Bitburg-Prüm. „Olaf Scholz macht mit seiner geplanten Grundsteuer-Reform das Wohnen auch in unserem Flächenkreis teurer. Mit seinen komplizierten Berechnungskriterien gleicht der Reformvorschlag zudem einem Bürokratiemonster“, so die scharfe Kritik der Freien Demokraten im Eifelkreis an den Plänen des Bundesfinanzministers. Generell gelte: Je höher die Mietpreise, je jünger das Gebäude und je höher die Bodenrichtwerte, desto höher wird die Grundsteuer sein.

Wenn wertabhängige Komponenten wie Mieten und Bodenrichtwerte zu Bezugsgrößen für die Erhebung der Grundsteuer gemacht würden, seien Steuererhöhungen vorprogrammiert.

„Dass der Staat die Grundsteuer als Instrument benutzt, um das Wohnen weiter zu verteuern, ist vor dem Hintergrund der eh angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt in den Städten widersinnig“

FDP-Kreisvorsitzender Jürgen Krämer.

Auch das Baujahr des Gebäudes als weiterer Berechnungsfaktor müsse hinterfragt werden, da sich daraus keine Rückschlüsse auf dessen Wert schließen ließen. „Ein 30 Jahre altes, schlecht gepflegtes Haus wird ganz anders bewertet als ein komplett saniertes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Und wie bewertet man landwirtschaftliche Hofgrundstücke fair? “, gibt Krämer zu bedenken. „Wenn man weiß, dass die Bodenrichtwerte nicht flächendeckend verfügbar und bundesweit qualitativ höchst unterschiedlich sind, muss man zudem von einer hohen Klageanfälligkeit ausgehen. Was wir aber dringend brauchen, sind Rechtssicherheit und Transparenz“, so Krämer weiter.

„Olaf Scholz belastet die Kommunen mit überflüssiger Bürokratie und einer intransparenten Berechnung. Wir Freien Demokraten favorisieren ein flächenbasiertes Modell, bei dem keine Grundstücks- oder Gebäudewerte herangezogen werden. Ein solches Modell wäre einfach zu berechnen, transparent und rechtssicher“, erläutert Krämer.

Für die Freien Demokraten sei insbesondere wichtig: „Alle Städte und Dörfer im Eifelkreis müssen die Hebesätze an die neue Grundsteuer so anpassen, dass die Reform nicht zu einer Steuererhöhung missbraucht wird. Die Reform muss vor Ort aufkommensneutral umgesetzt werden.“